Fotostrecke: 11 bunte Garteninsekten unter der Lupe

Foto: Julia Lenz

Expedition in den Mikrokosmos Garten: Wer mit Lupe und Makroobjektiv genauer hinschaut, entdeckt glitzernde und knallbunte Schönheiten unter den Schmetterlingen, Käfern, Grashüpfern, Fliegen und Wanzen.

Nachtigall-Grashüpfer auf SandbodenQuelle: Julia Lenz
Ein Nachtigall-Grashüpfer (Chorthippus biguttulus) in besonderer Färbung: Normalerweise sind diese Grashüpfer unauffällig grau-braun bis grün gefärbt, doch immer wieder tauchen sie auch in rosa-roter Färbung auf. Ursächlich dafür ist ein Gendefekt, der Erythrismus genannt wird.
Waldbrettspiel - Schmetterling vor GrashalmenQuelle: Julia Lenz
Das Waldbrettspiel (Pararge aegeria) lebt vor allem in Wäldern, ist aber nicht selten auch in waldnahen Gärten zu sehen. Blüten besuchen sie eher selten, aber sie trinken gerne an austretenden Baumsäften oder reifem Obst.
Grünrüssler im Close-up auf BlattQuelle: Julia Lenz
Grünrüssler (Phyllobius spec.). Unter dem deutschen Namen „Grünrüssler“ wird eine Gruppe der Rüsselkäfer zusammengefasst, die überwiegend wunderschön grün-glänzende Flügelschuppen besitzen. Allen gemein ist, dass sie an Blättern nagen und damit in der Forstwirtschaft eher unbeliebt sind.
Hauhechel-Bläuling auf HeidekrautblüteQuelle: Julia Lenz
Der Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) ist ein Schmetterling aus der Familie der Bläulinge (Lycaenidae). Er stellt die häufigste Bläulingsart bei uns dar. Während die Männchen durch eine kräftige blaue Färbung der Oberseite auffallen, besitzen die Weibchen eine eher unauffällige braune Färbung mit mehr oder weniger ausgeprägten orangenen Flecken. Im Garten kann man sie häufig an Kleeblüten beobachten.
Gemeine Feuerwanze vor grauem SteinbodenQuelle: Julia Lenz
Die Gemeine Feuerwanze (Pyrrhocoris apterus) ist an sonnigen Tagen häufig massenhaft auf Gehwegen zu beobachten. Sie saugen zur Ernährung an herabfallenden Samen, vor allem an denen von Linden.
Zweifleckiger Zipfelkäpfer auf PflanzeQuelle: Julia Lenz
Zweifleckige Zipfelkäfer oder Zweifleckige Warzenkäfer (Malachius bipustulatus). Während die Larven in altem Holz nach Insekten jagen, ernähren sich die ausgewachsenen Käfer vom Pollen verschiedener Gräser und Blüten.
Quelle: Julia Lenz
Die Purpur-Fruchtwanze (Carpocoris purpureipennis) ist eine Wanze aus der Familie der Baumwanzen (Pentatomidae). Sie sind auf Wiesen und Waldrändern zu finden und ernähren sich vom Saft verschiedener Pflanzen.
Gebänderte Langhornmotte auf BlattQuelle: Julia Lenz
Die Gebänderte Langhornmotte (Nemophora degeerella) ist eine häufige, dämmerungs- und tagaktive kleine Motte, die gerne Blüten besucht. Ihre Raupen leben als sogenannte Minierer in den Blättern von Buschwindrösschen und saugen dort Pflanzensaft.
Blauer Erlenblattkäpfer auf BlattQuelle: Julia Lenz
Der Blaue Erlenblattkäfer (Agelastica alni) lebt, wie sein Name besagt, auf Erlen am Rand von Gewässern und Sumpfarealen.
Rothaarige Wespenbiene auf LöwenzahnQuelle: Julia Lenz
Rothaarige Wespenbiene (Nomada lathburiana) aus der Familie der Wespenbienen parasitiert als Kuckucksbiene Sandbienenarten (Andrena vaga, Andrena cineraria und Andrena barbarea), in dem sie in das Nest dieser Bienen eindringt und dort ein eigenes Ei legt. Die Larve der Rothaarigen Wespenbiene ernährt sich nach ihrem Schlupf von der Larve der Sandbiene und dem Nahrungsvorrat im Nest.
Fliege mit irisierenden Flügeln auf SandQuelle: Julia Lenz
Hemipenthes morio, gelegentlich als „Zickzacklinien-Trauerschweber“ bezeichnet, ist eine Fliege aus der Familie der Wollschweber (Bombyliidae). Seine Hinterflügel sind eigentlich durchsichtig, reflektieren aber gelegentlich Licht in bunten Farben. Sie leben hyperparasitisch, das heißt sie parasitieren einen anderen Parasiten. In diesem Fall entwickeln sich ihre Larven in Raupenfliegen, die sich wiederum in Schmetterlingsraupen entwickeln.

3 Kommentare

  1. Kathrin Knobloch

    Tolle Fotos und Texte, die einem diese besondere und wenig beachtete Wunderwelt des Mikrokosmos nahebringen…!

    1. Vielen Dank für den Kommentar! Mikrokosmos passt wirlich gut – es ist schön, dass das auch andere Menschen so schätzen können!

  2. […] der ersten Insekten im Jahr sind deswegen so früh unterwegs, weil sie den Winter als ausgewachsene Tiere in […]

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